Pflegeziele bei AEDL Pflegeplanung 

In vielen Einrichtungen wird die Pflege nach den 13 ABEDL - AEDL von Monika Krohwinkel geplant.
13 AEDL bedeuten mindestens 13 Ziele. 

Und das für jeden Pflegebedürftigen. Bei 20 Pflegebedürftigen sind das allein 260 Ziele, die sich die Pflegekraft merken sollte. 

 

 

Daher kommt hier der erste Grundsatz:

Arbeite mit übergeordneten Zielen und setze Prioritäten anstatt viele Einzelziele zu formulieren. Durch zu viele Einzelziele wird es schnell zu unübersichtlich. 

ein Problem = ein Ziel


Eine Unterteilung in Nah- und Fernziele muss nicht erfolgen. Manchmal ist diese Unterteilung allerdings sinnvoll, z. B. bei quantitativen Angaben (Gewichtszunahme, Trinkmenge). 

 

SMART-Ziele formulieren bei AEDL Pflegeplanung

Ziele sind für die Pflege wichtig, damit jeder Mitarbeiter weiß, wohin die "Reise" geht. Ist ein Ziel bekannt, ziehen alle an einem Strang.

Ein Ziel wird immer aus der Sicht des Pflegebedürftigen in der Gegenwartsform in einem kurzen Satz mit konkreten Angaben formuliert.

 

Ziele innerhalb der Pflegeplanung sollten bestimmte Eigenschaften erfüllen. Diese fasst man in der SMART-Formel zusammen. Man nennt sie deswegen auch SMART-Ziele der Pflegeplanung.

 

S = spezifisch

M = messbar

A = aktionsorientiert 

R = realistisch

T = terminierbar

 

Was bedeuten diese Worte?

  1. Spezifisch =
    Die geplante Maßnahme sollte auf den Pflegebedürftigen individuell zugeschnitten sein

  2. Messbar =
    Ziele sollten soweit wie möglich mit quantitativen Angaben versehen werden; die Evaluation ist dann leicht und schnell durchzuführen
    Quantitative Angaben sind möglich bei: BMI, Trinkmenge, Gehstrecke, BZ-Wert, Wundgröße, Zufuhr von Kilokalorien

  3. Aktionsorientiert =
    Das aktivierende Pflege durchgeführt wird, sollte sich im Ziel wiederspiegeln.

  4. Realistisch =
    Ziele sollten erreichbar sein, also keine "Wunderziele" darstellen

  5. Terminierbar =
    Es sollte möglichst mit der Angabe eines Datum gearbeitet werden.

SMART Ziele - Beispiele Pflegeplanung

  1. Beispiel: Frau Z. möchte ihre Religion ausüben, aber sie kann nicht ohne Hilfe den Andachtsraum aufsuchen
    Ziel: Frau Z. besucht jeden Sonntag den Gottesdienst im Andachtsraum der Einrichtung 

  2. Ziel: Frau Z. trinkt bis zum 01.03.2014 pro 24 Stunden 1300 ml

  3. Ziel: Frau Z. pflegt sich ihr Gesicht bis zum 01.03.2014 selbst

  4. Beispiel: Eine 94jährige Pflegebedürftige, die zur Zeit im Rollstuhl sitzt und nicht stehen kann, wird wahrscheinlich nicht wieder selbstständig laufen können
    Ziel: Transfer vom Bett in den Rollstuhl und umgekehrt ist erfolgt

  5. Ziel: Frau Z. kann am 01.03.2014 die Strecke von ihrem Bett ins Bad mit Hilfe einer Pflegekraft gehen
    (vgl. auch 2. und 3. Zielformulierung)

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